Präklinische DatenPräklinische Daten basierend auf konventionellen Studien zur Toxizität bei wiederholter Gabe, zur Genotoxizität und zur Karzinogenität zeigen kein besonderes zusätzliches Risiko für den Menschen. Studien zur Reproduktionstoxizität bei männlichen Ratten zeigen folgende Elemente: Verringerung des Gewichts der Prostata und der Samenbläschen, Verringerung der Sekretion der akzessorischen Geschlechtsdrüsen und Verringerung des Fertilitätsindex (verursacht durch die pharmakologische Hauptwirkung von Finasterid). Die klinische Relevanz dieser Daten ist unklar.
Wie bei anderen 5α-Reduktasehemmern wurde eine Feminisierung der männlichen Rattenföten beobachtet, wenn Finasterid während der Gestationsphase verabreicht wurde.
Die intravenöse Verabreichung von Finasterid an trächtige Rhesusaffen in Dosen von bis zu 800 ng/Tag während der gesamten embryonalen und fetalen Entwicklungsperiode führte zu keinen Fehlbildungen bei den männlichen Föten. Diese Dosis ist etwa 60- bis 120-mal höher als die geschätzte Menge im Sperma eines Mannes nach Einnahme von 5 mg Finasterid, der eine Frau über das Sperma ausgesetzt sein könnte. Es wird angenommen, dass die Reproduktionstoxizität durch die beabsichtigte Hemmung der 5α-Reduktase vermittelt wird. Unter Berücksichtigung einer unterschiedlichen Empfindlichkeit gegenüber der Hemmung von Finasterid je nach Spezies bestünde eine vierfache pharmakologische Expositionsmarge. Bestätigt wurde die Relevanz des Rhesusmodells für die menschliche Entwicklung durch die orale Verabreichung von Finasterid in einer Dosis von 2 mg/kg/Tag an trächtige Affen (die systemische Exposition (AUC) der Affen war niedriger oder innerhalb des Bereichs derjenigen von Männern, die 5 mg Finasterid einnehmen, was etwa dem 1- bis 2-Millionenfachen der geschätzten Menge von Finasterid im Sperma entspricht), die zu Fehlbildungen der äußeren Geschlechtsorgane bei männlichen Föten führte. Andere Fehlbildungen wurden bei den männlichen Föten bei keiner Dosis beobachtet, und bei den weiblichen Föten wurden bei keiner Dosis Fehlbildungen festgestellt.
|