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Information for professionals for Heparin Fresenius:Fresenius Medical Care (Schweiz) AG
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Dosierung/Anwendung

Die Dosierung von Heparin Fresenius muss streng nach den sich bietenden therapeutischen Erfordernissen erfolgen.
Dosierung Prophylaxe thromboembolischer Erkrankungen
Subkutane Applikation
Erwachsene
2 Stunden vor dem Eingriff und postoperativ jede 8.–12. Stunde 5’000 I.E. s.c.
Die subkutane Anwendung (sog. «low dose Heparin therapy») erfolgt in Einzeldosen von 2’500–5’000 I.E. Heparin Fresenius in ca. achtstündlichen Intervallen. Eine Kontrolle der PTZ-Werte sollte in regelmässigen Abständen erfolgen, um das Risiko eines hämorrhagischen Zwischenfalls einschätzen zu können.
Dosierung Therapie thromboembolischer Erkrankungen
Kontinuierliche intravenöse Dauerinfusion mittels Perfusor
Erwachsene
Einer i.v. Dauerinfusion sollte eine körpergewichtadaptierte initiale Bolusgabe von 5’000–10’000 I.E. Heparin Fresenius vorangestellt werden. Für die Dauer der Infusion sollten stündlich ca. 1’000 I.E. Heparin Fresenius appliziert werden. Hierzu sollten 25’000 I.E. Heparin Fresenius (5 ml) mit 45 ml Trägerlösung gemischt werden, was eine 10%ige Infusionslösung ergibt. Folgende zwei Trägerlösungen dürfen angewendet werden: NaCl 0,9%- oder Ringerlactat-Lösung.
Die gesamte Tagesdosis sollte 50’000 I.E. nicht überschreiten, unter Berücksichtigung der initialen Bolusgabe von ca. 10’000 I.E. Dosiskorrekturen können in Abhängigkeit der gemessenen partiellen Thromboplastinzeit (PTZ) notwendig werden.
Die Kontrolle der Effizienz der Heparintherapie soll ca. 1 Stunde vor Beginn einer erneuten Dauerinfusion anhand der PTZ überprüft werden. Bei Patienten mit einer floriden Thrombose ist zu beachten, dass es initial zu einer sogenannten Heparinresistenz kommen kann, die zumindest teilweise auf eine vermehrte Freisetzung des Plättchenfaktors IV aus den in Thromben befindlichen Plättchen resultieren kann.
Kinder und untergewichtige Erwachsene
Initialdosis 50 I.E./kg KG als Bolus i.v., anschliessend Dauer­infusion mit 20 I.E./kg KG/h mittels Perfusor.
Diskontinuierliche intravenöse Injektion
Erwachsene
Im Rahmen dieser Applikationsform beträgt die übliche Tagesdosis 40’000–50’000 I.E., die vier- bis sechs-stündlich in Einzeldosen von 5’000–10’000 I.E. gegeben werden sollte, wobei die gewählte Dauer sich an der ca. eine Stunde vor erneuter Heparingabe durchgeführten Messung der aktivierten PTZ orientieren sollte, die ca. 1,5–2,5fach über dem für die PTZ relevanten Normwert liegen sollte.
Kinder und untergewichtige Erwachsene
Siehe die Rubriken «kontinuierliche intravenöse Dauerinfusion» und «Subkutane Injektion».
Subkutane Injektion
Erwachsene: 15’000 I.E. alle 12 Stunden.
Kinder oder untergewichtige Erwachsene: 250 I.E./kg KG alle 12 Stunden.
Ausführung der s.c. Injektion
Am Unterbauch (links oder rechts der Mittellinie, seitlich): Mit zwei Fingern eine Hautfalte anheben (nicht drücken), dann Injektionsnadel senkrecht zur Hautfalte etwa einen Zentimeter tief einstechen, aspirieren und langsam injizieren.
An Extremitäten (Vorderseite von Oberarm oder Oberschenkel): Die Injektionsnadel in flachem Winkel etwa einen halben Zentimeter tief einstechen, aspirieren und langsam injizieren.
Bei Auftreten starker Schmerzen ist es möglich, dass ein Hautnerv, eventuell ein Gefäss getroffen wurde. In solchen Fällen s.c. Injektion an anderer Stelle durchführen.
Zur Vermeidung lokaler Hämatome soll die Nadel wieder im gleichen Winkel herausgezogen und die Injektionsstelle nur leicht abgetupft werden.
Dosierung extrakorporaler Kreislauf
Heparinisierung des Patienten mit 150–300 I.E. Heparin Fresenius pro kg Körpergewicht und entsprechend exakten Gerinnungsbestimmungen durch Applikation in den extrakorporalen Kreislauf. Heparinisierung der einzelnen Blutkonserve mit 1’500–2’000 I.E. Heparin Fresenius pro 500 ml.
Dosierung Dialyse
Die Dosierung von Heparin richtet sich nach dem Resultat der Gerinnungsbestimmungen, da die Blutgerinnung bei diesen Patienten oft gestört ist. Das Präparat wird initial in den Shunt injiziert und nachfolgend per Heparinpumpe in das arterielle Blutschlauchsystem infundiert.

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