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Information for professionals for Optiray 300, 350:Guerbet AG
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Dosierung/Anwendung

Die Dosierung richtet sich nach dem Allgemeinzustand des Patienten, seinem Alter, Gewicht, Herzzeitvolumen, der klinischen Fragestellung, Art und Volumen des zu untersuchenden Gefässgebietes, der Untersuchungstechnik, der apparativen Ausstattung sowie nach der gewählten Iodkonzentration. Zur Verringerung der physiologischen Belastung sollte die geringste mögliche Dosis bei optimalem diagnostischem Ergebnis angestrebt werden.
Allgemein sollte der Patient nüchtern, aber ausreichend hydratisiert sein. Störungen des Elektrolyt- und/oder Wasserhaushaltes sind besonders bei gefährdeten Patienten (Diabetikern, Niereninsuffizienten, multiplem Myelom, Poly- oder Oligurie, Hyperurikämie, Kleinkindern) vor und nach der Untersuchung auszugleichen. Bei diesen Patienten muss Optiray vorsichtig dosiert werden. Intravasale Kontrastmittelgaben sind möglichst am liegenden Patienten, der noch wenigstens 60 Minuten unter Aufsicht bleiben soll, vorzunehmen, da erfahrungsgemäss die Mehrzahl aller unerwünschten Reaktionen innerhalb dieser Zeitperiode auftritt (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" und/oder "Unerwünschte Wirkungen" ).
Basierend auf der klinischen Erfahrung können folgende Dosierungsempfehlungen (wenn nicht spezifiziert, nur gültig für Erwachsene) abgegeben werden:

Anwendungsgebiet      Konzentration         Dosis                               Maximaldosis
Arteriografie
abdominal und renal
Erwachsene            300, 350              Aorta: 10 – 80 ml A. coeliaca: 12   wiederholbar bis
                                            – 60 ml A. mesenterica sup.: 15 –   250 ml
                                            60 ml A. renalis o. mesenterica     
                                            inf: 6 – 15 ml                      
Kinder                300                   1 – 3 ml/kg Körpergewicht           100 ml
Arteriografie
periphere
Erwachsene            300, 350              Aortenbifurkation: 20 – 90 ml A.    wiederholbar bis
                                            iliaca comm.: 10 – 40 ml A.         250 ml
                                            femoralis: 10 – 40 ml Aa.           
                                            subclavia: 15 – 30 ml Aa            
                                            brachialis: 15 – 30 ml              
Kinder                300                   1 – 3 ml/ kg Körpergewicht          100 ml
Arteriografie         300                   Aa carotis, vertebralis: 2 – 12     200 ml
zerebrale                                   ml Aortenbogen: 20 – 50 ml          
Computertomografie
kraniale              300, 350              50 – 150 ml                         150 ml
Ganzkörper-           300, 350              Bolus: 25 – 75 ml  Infusion: 50 –   150 ml (max. bis zu
                                            100 ml als Initialbolus oder        2-3 ml/kg KG)
                                            Schnellinfusion respektive          
                                            Kombination beider. Applikationsge  
                                            schwindigkeit, Phasendiagramm       
                                            sowie Früh- oder Spätschichtung     
                                            hängen von der klinischen           
                                            Fragestellung ab                    
Digitale Subtraktion
sangiografie
intraarterielle       300                   A. carotis: 6 -10 ml A.             wiederholbar bis
(i.a. DSA)                                  vertebralis: 4 – 8 ml Aorta: 25 –   200 ml
                                            50 ml Aa. subclavia u.              
                                            brachialis: 2 – 10 ml A.            
                                            abdominalis: 2 – 20 ml              
intravenöse (i.v.     300, 350              pro Injektion 30 – 50 ml.           wiederholbar bis
DSA)                                        periphervenös: Flussrate von 8 –    250 ml
                                            12 ml/s; zentralvenös präatrial:    
                                            Flussrate von 10 – 20 ml/s.         
                                            Gegebenenfalls 20 – 50 ml 0.9%      
                                            NaCl Lösung nachspritzen            
Koronararteriografie  300, 350              A. coron. sin.: 2 – 10 ml A.        wiederholbar bis
 und Ventrikulografi                        coron. dex.: 1 – 10 ml linker       250 ml
e                                           Ventrikel: 30 – 50 ml               
Phlebografie          300, 350              pro Extremität: 50 – 100 ml Im      250 ml
                                            Anschluss das venöse System mit     
                                            0.9% NaCl Lsg oder 5%               
                                            Dextroselösung spülen. Zum          
                                            rascheren Abfliessen des            
                                            Kontrastmittels Massage und         
                                            Hochlagern.                         
i.v. Ausscheidungsur
ografie
Erwachsene            300                   50 – 100 ml bis max. 1.5 – 2        150 ml
                                            ml/kg KG                            
                      350                   50 – 75 ml bis max. 1.4 ml/kg KG    140 ml
                                            Höhere Dosen (1.5 – 2 ml/kg KG)     
                                            können bei unzureichender           
                                            Kontrastierung (eingeschränkter     
                                            Nierenfunktion, älteren             
                                            Patienten) angezeigt sein,          
                                            allerdings unter Berücksichtigung   
                                            der Maximaldosen. Möglichst         
                                            rasche Infusion zur Erzielung       
                                            optimaler Ergebnisse.               
Säuglinge und Kinder  300                   Bis 1 Jahr: 3 ml/kg KG Über 1       100 ml
                                            Jahr: 2 ml/kg KG                    

 
Die Maximaldosis ist sowohl vom Patientenstatus als auch vom Zeitraum, in welchem die Gesamtdosis verabreicht wird, abhängig. Kleinkinder, Patienten mit verminderter kardialer Reserve, mit reduziertem Verteilungsvolumen, mit lädierter Blut-Hirn-Schranke, mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion weisen ein höheres relatives Risiko einer Kontrastmittelüberdosierung auf. Falls die Maximaldosis überschritten wurde, kann die intravasale Kontrastmitteluntersuchung in dringenden Fällen frühestens 10 Stunden später wiederholt oder fortgesetzt werden. In diesen Fällen wird eine möglichst sorgfältige, mindestens 72 Stunden abdeckende Überwachung der Nierenfunktion nahegelegt. Grundsätzlich gilt es bei der Anwendung von Kontrastmitteln die allgemeinen Hygienevorschriften für sterile Lösungen zu beachten (siehe "Sonstige Hinweise" ).

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