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Information for professionals for XENPOZYME Pulver für ein Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung:Sanofi-Aventis (Suisse) SA
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Dosierung/Anwendung

Die Behandlung mit Xenpozyme sollte unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal erfolgen, das über Erfahrung mit der Behandlung von ASMD oder vergleichbaren angeborenen Stoffwechselerkrankungen verfügt und Zugriff auf geeignete medizinische Notfallmassnahmen hat, mit denen mögliche schwere Reaktionen wie schwerwiegende systemische Überempfindlichkeitsreaktionen behandelt werden können. Die Behandlung mit Xenpozyme muss immer mit einer Dosissteigerung gemäss untenstehender Schemata (siehe Tabellen 1 und 2) gefolgt von einer Erhaltungsdosis eingeleitet werden, um das Risiko infusionsbedingter Reaktionen, einschliesslich Akute-Phase-Reaktionen, und Erhöhungen der Transaminasewerte zu minimieren. Zum Vorgehen nach versäumter Dosisgabe siehe unten.
Während der Erhaltungsphase der Behandlung kann eine Heiminfusion unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal in Erwägung gezogen werden (s.u.).
Dosierung
Der rasche Abbau von angereichertem Sphingomyelin (SM) durch Xenpozyme führt zur Bildung von proinflammatorischen Abbauprodukten, die infusionsbedingte Reaktionen und/oder vorübergehend erhöhte Leberwerte verursachen können. Ein Therapieschema mit Dosissteigerung kann die meisten dieser unerwünschten Ereignisse minimieren (siehe "Präklinische Daten" ).
Die Xenpozyme-Dosis hängt bei Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) ≤30 vom tatsächlichen Körpergewicht und bei Patienten mit einem BMI > 30 vom angepassten Körpergewicht ab (siehe Abschnitt zu Patienten mit einem BMI > 30).
Um Dosierungsfehler einschliesslich Überdosierung (siehe "Überdosierung" ) zu vermeiden, sind alle Anweisungen zur Dosierung und Verabreichung (siehe unten) sowie zur Zubereitung und Handhabung (siehe "Sonstige Hinweise" und "Zubereitung der Infusionslösung gemäss Dosierung" ) zu befolgten. Es gilt zu beachten, dass sich die Dosissteigerung bei pädiatrischen Patienten von der bei Erwachsenen unterscheidet. Zusätzlich zum Schema zur Dosissteigerung muss die Infusionsrate bei jeder Dosis schrittweise erhöht werden (siehe Tabellen 4 und 5).
Erwachsene
Dosissteigerungsphase
Die empfohlene Anfangsdosis von Xenpozyme bei Erwachsenen beträgt 0,1 mg/kg* (für zusätzliche Hinweise siehe auch den Unterabschnitt zur verspäteten Dosisabgabe), daran anschliessend sollte die Dosis gemäss dem in Tabelle 1 aufgeführten Schema zur Dosissteigerung erhöht werden:
Tabelle 1: Schema zur Dosissteigerung bei Erwachsenen

Erwachsene Patienten (≥18 Jahre)
Erste Dosis (Tag 1/Woche 0)       0,1 mg/kg*
Zweite Dosis (Woche 2)            0,3 mg/kg*
Dritte Dosis (Woche 4)            0,3 mg/kg*
Vierte Dosis (Woche 6)            0,6 mg/kg*
Fünfte Dosis (Woche 8)            0,6 mg/kg*
Sechste Dosis (Woche 10)          1 mg/kg*
Siebte Dosis (Woche 12)           2 mg/kg*
Achte Dosis (Woche 14)            3 mg/kg* (empfohlene Erhaltungsdosis)

 
* Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei Patienten mit einem BMI > 30 wird, wie weiter unten beschrieben, ein angepasstes Körpergewicht zugrunde gelegt.
Erhaltungsphase
Die empfohlene Erhaltungsdosis von Xenpozyme beträgt 3 mg/kg* alle 2 Wochen.
* Bei Patienten mit einem BMI ≤30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei Patienten mit einem BMI > 30 wird, wie weiter unten beschrieben, ein angepasstes Körpergewicht zugrunde gelegt.
Leberfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Leberfunktionsstörungen wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe "Pharmakokinetik" ).
Nierenfunktionsstörungen
Bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe "Pharmakokinetik" ).
Ältere Patienten
Bei Patienten über 65 Jahren wird keine Dosisanpassung empfohlen (siehe "Pharmakokinetik" ).
Kinder und Jugendliche
Dosissteigerungsphase
Die empfohlene Anfangsdosis von Xenpozyme bei pädiatrischen Patienten beträgt 0,03 mg/kg*, daran anschliessend sollte die Dosis gemäss dem in Tabelle 2 aufgeführten Schema zur Dosissteigerung erhöht werden:
Tabelle 2: Schema zur Dosissteigerung bei pädiatrischen Patienten

Pädiatrische Patienten (0 bis < 18 Jahre)
Erste Dosis (Tag 1/Woche 0)                0,03 mg/kg*
Zweite Dosis (Woche 2)                     0,1 mg/kg*
Dritte Dosis (Woche 4)                     0,3 mg/kg*
Vierte Dosis (Woche 6)                     0,3 mg/kg*
Fünfte Dosis (Woche 8)                     0,6 mg/kg*
Sechste Dosis (Woche 10)                   0,6 mg/kg*
Siebte Dosis (Woche 12)                    1 mg/kg*
Achte Dosis (Woche 14)                     2 mg/kg*
Neunte Dosis (Woche 16)                    3 mg/kg* (empfohlene Erhaltungsdosis)

 
* Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei Patienten mit einem BMI > 30 wird, wie weiter unten beschrieben, ein angepasstes Körpergewicht zugrunde gelegt.
Erhaltungsphase
Die empfohlene Erhaltungsdosis von Xenpozyme beträgt 3 mg/kg* alle 2 Wochen.
* Bei Patienten mit einem BMI ≤ 30 wird das tatsächliche Körpergewicht zugrunde gelegt. Bei Patienten mit einem BMI > 30 wird, wie weiter unten beschrieben, ein angepasstes Körpergewicht zugrunde gelegt.
Besondere Patientengruppen
Patienten mit BMI > 30
Bei erwachsenen sowie pädiatrischen Patienten mit einem Body-Mass-Index (BMI) > 30 wird ein angepasstes Körpergewicht zur Berechnung der Xenpozyme-Dosis mithilfe der folgenden Methode (für Dosissteigerungs- und Erhaltungsphase) zugrunde gelegt.
Körpergewicht (kg) für die Dosisberechnung = 30 × (tatsächliche Körpergrösse in m)2
Beispiel:
Bei einem Patienten mit
einem BMI von 38,
einem Körpergewicht von 110 kg und
einer Grösse von 1,70 m
wird zur Berechnung der zu verabreichenden Dosis ein Körpergewicht von 30 × 1,702 = 86,7 kg zugrunde gelegt.
Versäumte Dosisgabe
Eine Dosis wird als versäumt betrachtet, wenn sie nicht innerhalb von 3 Tagen nach dem vorgesehenen Datum verabreicht wird. Wenn eine Dosis von Xenpozyme versäumt wird, sollte die nächste Dosis wie in Tabelle 3 beschrieben so schnell wie möglich verabreicht werden. Danach sollten die Gaben alle 2 Wochen ab dem Datum der letzten Verabreichung erfolgen.
Tabelle 3: Dosierungsempfehlung bei versäumter Dosisgabe*

Anzahl versäumter     Dosissteigerungsphase           Erhaltungsphase
Infusionen                                            
Wenn eine Infusion    Die letzte vertragene Dosis     Es sollte die Erhaltungsdosis verabreicht und
versäumt wurde:       sollte verabreicht werden,      der Behandlungsplan entsprechend angepasst
                      bevor die Dosissteigerung       werden.
                      gemäss Schema für Erwachsene    
                      (Tabelle 1) oder für            
                      pädiatrische Patienten          
                      (Tabelle 2) wieder aufgenommen  
                       wird.                          
Wenn 2 Infusionen     Es sollte eine Dosis mit        Es sollte eine niedrigere Dosis als die
in Folge versäumt     einer Dosierungsstufe           Erhaltungsdosis (d.h. 2 mg/kg) verabreicht
wurden:               unterhalb der letzten           werden. Danach sollte bei den anschliessenden
                      vertragenen Dosis verabreicht   Infusionen die Erhaltungsdosis (3 mg/kg) alle
                      werden (Mindestdosis 0,3        2 Wochen verabreicht werden.
                      mg/kg), bevor die Dosissteiger  
                      ung gemäss Tabelle 1 oder       
                      Tabelle 2 wieder aufgenommen    
                      wird.                           
Wenn 3 oder mehr      Bei Patienten, die die          Die Dosissteigerung sollte wieder mit 0,3
Infusionen in Folge   Dosissteigerungsphase nicht     mg/kg beginnen und gemäss Tabelle 1 oder
versäumt wurden:      abgeschlossen haben, sollte     Tabelle 2 fortgesetzt werden. Bei Patienten,
                      die Dosissteigerung -bei        die Erhaltungsinfusionen über einen längeren
                      Erwachsenen wieder mit 0,1      Zeitraum versäumt haben, während dessen sich
                      mg/kg begonnen und gemäss       Sphingomyelin erneut angesammelt haben
                      Tabelle 1 fortgesetzt werden.   könnte, sollte der behandelnde Arzt -bei
                      -bei pädiatrischen Patienten    erwachsenen Patienten die Wiederaufnahme der
                      wieder mit 0,03 mg/kg           Dosis bei 0,1 mg/kg und eine Dosissteigerung
                      begonnen und gemäss Tabelle 2   gemäss Tabelle 1 in Erwägung ziehen. -bei
                      fortgesetzt werden.             pädiatrischen Patienten die Wiederaufnahme
                                                      der Dosis bei 0,03 mg/kg und eine
                                                      Dosissteigerung gemäss Tabelle 2 in Erwägung
                                                      ziehen.

 
* Wenn die verabreichte Dosis 0,3 oder 0,6 mg/kg beträgt, sollte diese Dosis bei der nächsten vorgesehenen Infusion nach einer ausgelassenen Dosis gemäss Tabelle 1 und Tabelle 2 zweimal verabreicht werden.
Überwachung der Transaminasewerte
Transaminasewerte (Alaninaminotransferase [ALT] und Aspartataminotransferase [AST]) sollten vor Einleitung der Therapie bestimmt und während jeder Dosissteigerungsphase überwacht werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Wenn die Transaminasewerte vor Infusionsbeginn über den Ausgangswert hinaus erhöht sind und mehr als das 2-fache der ULN (Upper Limit of Normal, oberer Grenzwert einer Standardnormalverteilung) betragen, kann die Xenpozyme-Dosis in Abhängigkeit vom Ausmass der Transaminaseerhöhung angepasst (erneute Gabe der vorherigen Dosis oder reduzierte Dosis) oder die Behandlung vorübergehend ausgesetzt werden. Wenn ein Patient eine Dosisanpassung benötigt oder eine Unterbrechung der Behandlung erforderlich ist, sollte die Wiederaufnahme der Behandlung nach dem in Tabelle 1 und Tabelle 2 für erwachsene bzw. pädiatrische Patienten beschriebenen Schema zur Dosissteigerung und den Empfehlungen für den Fall einer ausgelassenen Dosis erfolgen (siehe "Versäumte Dosisgabe" ).
Art der Anwendung
Xenpozyme ist nur zur intravenösen Anwendung bestimmt. Die Infusionen sind schrittweise und vorzugsweise mit einer Infusionspumpe durchzuführen.
Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung siehe "Hinweise für die Handhabung" .
Nach Rekonstitution und Verdünnung wird die Lösung als intravenöse Infusion verabreicht. Nur wenn infusionsbedingte Reaktionen ausbleiben, darf die Infusionsgeschwindigkeit während der Infusion schrittweise erhöht werden (bei infusionsbedingten Reaktionen siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ). Die Infusionsgeschwindigkeit und die Infusionsdauer (+/- 5 min) eines jeden Infusionsschrittes sind in Tabelle 4 und Tabelle 5 aufgeführt. Bei der Bestimmung der Infusionsgeschwindigkeit in den Tabellen 4 und 5 ist die Dosis aus dem Schema zur Dosissteigerung zu verwenden, die entweder in Tabelle 1 (Erwachsene) oder in Tabelle 2 (pädiatrische Patienten) aufgeführt ist.
Tabelle 4: Infusionsgeschwindigkeit und Infusionsdauer bei erwachsenen Patienten

Dosis* (mg/kg)        Infusionsgeschwindig  Ungefähre Infusionsd
                      keit Infusionsdauer   auer
                      Schritt 1             Schritt 2             Schritt 3             Schritt 4             
0,1                   20 ml/h über 20 min   60 ml/h über 15 min   n. z.                 n. z.                 35 min
0,3 bis 3             3,33 ml/h über 20     10 ml/h über 20 min   20 ml/h über 20 min   33,33 ml/h über 160   220 min
                      min                                                               min                   

 
h: Stunde; min: Minute; n. z.: nicht zutreffend
* Dosis aus dem Schema zur Dosissteigerung in Tabelle 1
Tabelle 5: Infusionsgeschwindigkeit und Infusionsdauer bei pädiatrischen Patienten

Dosis* (mg/kg)        Infusionsgeschwindig  Ungefähre Infusionsd
                      keit Infusionsdauer   auer
Schritt 1             Schritt 2             Schritt 3             Schritt 4
0,03                  0,1 mg/kg/h über      n. z.                 n. z.                 n. z.                 18 min
                      die gesamte Dauer                                                                       
                      der Infusion                                                                            
0,1                   0,1 mg/kg/h über 20   ab 0,3 mg/kg/h        n. z.                 n. z.                 35 min
                      min                                                                                     
0,3                   0,1 mg/kg/h über 20   0,3 mg/kg/h über 20   ab 0,6 mg/kg/h        n. z.                 60 min
                      min                   min                                                               
0,6                   0,1 mg/kg/h über 20   0,3 mg/kg/h über 20   0,6 mg/kg/h über 20   ab 1 mg/kg/h          80 min
                      min                   min                   min                                         
1                     100 min
2                     160 min
3                     220 min

 
h: Stunde; min: Minute; n. z.: nicht zutreffend
* Dosis aus dem Schema zur Dosissteigerung in Tabelle 2
Während der Infusion sollte auf Anzeichen und Symptome von infusionsbedingten Reaktionen (IAR; infusion-associated reactions) wie Kopfschmerzen, Urtikaria, Fieber, Übelkeit und Erbrechen sowie andere Anzeichen oder Symptome einer Überempfindlichkeit geachtet werden. Je nach Schweregrad der Symptome kann die Infusion bei Bedarf verlangsamt, unterbrochen oder abgebrochen und geeignete medizinische Massnahmen können eingeleitet werden.
Bei schwerer Überempfindlichkeitsreaktion und/oder anaphylaktischer Reaktion sollte die Behandlung mit Xenpozyme unverzüglich abgebrochen werden (siehe "Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen" ).
Am Ende der Infusion (wenn die Spritze oder der Infusionsbeutel leer ist) sollte die Infusionsleitung mit Natriumchlorid-Injektionslösung 0,9 % (9 mg/ml) mit der gleichen Infusionsgeschwindigkeit wie im letzten Teil der Infusion gespült werden.
Heiminfusion während der Erhaltungsphase
Für Patienten, die mit der Erhaltungsdosis behandelt werden und ihre Infusionen gut vertragen, kann eine Heiminfusion unter Aufsicht von medizinischem Fachpersonal in Erwägung gezogen werden. Die Entscheidung für einen Wechsel der Patienten auf eine Heiminfusion sollte nach Beurteilung und auf Empfehlung des verschreibenden Arztes bzw. der verschreibenden Ärztin erfolgen.
Bei der Verabreichung von Xenpozyme muss eine geeignete medizinische Betreuung, einschliesslich in Notfallmassnahmen geschultes Personal, vorhanden sein. Bei anaphylaktischen oder anderen Akutreaktionen sind die Infusion von Xenpozyme unverzüglich abzubrechen, geeignete medizinische Massnahmen einzuleiten und ein Arzt bzw. eine Ärztin zu konsultieren. Bei schweren Überempfindlichkeitsreaktionen sollten nachfolgende Infusionen nur in einer Umgebung erfolgen, in der eine Ausrüstung für Wiederbelebungsmassnahmen verfügbar ist. Bei der Heiminfusion sollten die Dosis und Infusionsgeschwindigkeiten die gleichen bleiben wie in der überwachten klinischen Umgebung und nicht ohne Anordnung durch den verschreibenden Arzt bzw. die verschreibende Ärztin geändert werden. Bei ausgelassenen Dosen oder verspäteter Infusion sollte der verschreibende Arzt bzw. die verschreibende Ärztin kontaktiert werden, weil die nachfolgenden Infusionen vielleicht in einer überwachten klinischen Umgebung erfolgen.

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