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Fachinformation zu Rukobia:ViiV Healthcare GmbH
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Interaktionen

Einfluss von Fostemsavir auf die Pharmakokinetik anderer Wirkstoffe
Substrate der Transporter OATP1B1, OATP1B3 und BCRP
Temsavir hemmte in vitro organische Anionentransporter Polypeptide (OATP)1B1 und OATP1B3 (IC50 = 32 bzw. 16 μM). Ausserdem hemmten Temsavir und seine beiden Metaboliten (BMS-646915 und BMS-930644) das Brustkrebs-Resistenzprotein (BCRP) (IC50 = 12, 35 bzw. 3,5 bis 6,3 μM). Aufgrund dieser Daten wird erwartet, dass Temsavir die Exposition von Arzneistoffen, die Substrate von OATP1B1/3 oder BCRP sind, erhöhen kann.
Daher werden für bestimmte Statine Dosisanpassungen und/oder eine vorsichtige Dosistitration empfohlen.
Substrate von CYP3A4
In-vitro Daten zufolge hemmte BMS-930644 CYP3A4 mit IC50-Werten von <10 μM. In klinischen Studien sind die zirkulierenden Konzentrationen von BMS-930644 jedoch niedrig [Cmax von ca. 458 ng/mL (~1 μM) mit Fostemsavir 600 mg zweimal täglich], so dass eine klinisch relevante Interaktion unwahrscheinlich ist.
Die gleichzeitige Verabreichung von Fostemsavir mit Substraten von CYP3A4 (z.B. Maraviroc) zeigte eine leichte Hemmung von CYP3A4. Dieser Anstieg der Exposition ist jedoch nicht klinisch relevant.
Substrate der Transporter MATE1/2 - K und OCT1/2
In-vitro-Daten zufolge hemmten Temsavir und seine beiden Metaboliten (BMS-930644 und BMS-646915) das Multidrug and Toxin Extrusion Protein (MATE)1/2-K.
BMS-930644 hemmte OCT1 mit IC50-Werten von <10 μM. Klinisch relevante Interaktionen sind jedoch unwahrscheinlich.
Andere Interaktionen
Aufgrund der In-vitro- und klinischen Interaktionsdaten ist bei gleichzeitiger Verabreichung von Fostemsavir mit Substraten von Cytochrom P450 (CYP1A2, CYP2B6, CYP2C8, CYP2C9, CYP2C19 und CYP2D6), Uridindiphosphat-Glucuronosyltransferasen (z.B. UGT1A1, UGT1A4, UGT1A6, UGT1A9, UGT2B7), P-Glycoprotein (P-gp), Multidrug-Resistenz-Protein (MRP)2, Gallensalz-Exportpumpe (BSEP), Natriumtaurocholat cotransportierendem Polypeptid (NTCP), organischen Anionentransportern (OAT)1 und OAT3 und dem organischen Kationentransporter OCT2 nicht mit relevanten Interaktionen zu rechnen.
Ausserdem bewirkte Temsavir in vitro keine Induktion der CYP-Enzyme.
Einfluss anderer Wirkstoffe auf die Pharmakokinetik von Temsavir
Temsavir ist ein Substrat von P-gp und BCRP, aber nicht von OATP1B1 oder OATP1B3. Seine Biotransformation in die beiden Metaboliten BMS-646915 und BMS-930644 wird durch nicht identifizierte Esterasen (36,1%) und das CYP3A4-Enzym (21,2%) vermittelt. Die Temsavir-Exposition kann durch die Modulatoren von CYP3A4, P-gp und/oder BCRP-Aktivität beeinflusst werden.
Gleichzeitige Anwendung kontraindiziert
Starke Induktoren von CYP3A4
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Fostemsavir mit dem starken CYP3A-Induktor Rifampicin wurde eine signifikante Reduktion der Plasmakonzentrationen von Temsavir beobachtet. Deutliche Reduktionen der Plasmakonzentrationen von Temsavir könnten auch bei gleichzeitiger Verabreichung von Fostemsavir mit anderen starken CYP3A-Induktoren auftreten und zu einem Verlust des virologischen Ansprechens führen (siehe Kontraindikationen).
Gleichzeitige Anwendung nicht empfohlen
Grazoprevir
Temsavir kann die Grazoprevir-Plasmakonzentrationen in einem klinisch relevanten Ausmass erhöhen, verursacht durch die OATP1B1/3-Hemmung durch Temsavir (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Weitere Interaktionen
Mittelstarke Induktoren von CYP3A4
Bei gleichzeitiger Verabreichung von Fostemsavir mit mittelstarken CYP3A-Induktoren (z.B. Rifabutin und Etravirin) wurde eine Reduktion der Plasmakonzentrationen von Temsavir beobachtet. Limitierte klinische Daten zur Wirksamkeit bei gleichzeitiger Verabreichung mit Etravirin legen nahe, dass das virologische Ansprechen nicht nachteilig beeinflusst wird. Bei gleichzeitiger Anwendung mit anderen mittelstarken Induktoren liegen keine Daten vor, weshalb ein Einfluss auf das virologische Ansprechen nicht ausgeschlossen ist. Daher sollte die Notwendigkeit der gleichzeitigen Anwendung geprüft werden.
Arzneimittel die das QT-Intervall verlängern
Die gleichzeitige Verabreichung von Rukobia mit einem Arzneimittel mit einem bekannten Risiko für Torsade de Pointes kann das Risiko einer Torsade de Pointes erhöhen (siehe Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen). Verwenden Sie Rukobia mit Vorsicht, wenn Sie es zusammen mit Arzneimitteln mit einem bekannten Risiko für Torsade de Pointes anwenden.
Inhibitoren von CYP3A
Fostemsavir kann aufgrund der Ergebnisse der klinischen Interaktionsstudien mit Cobicistat und Ritonavir ohne Dosisanpassung gleichzeitig mit starken CYP3A4-, BCRP- und/oder Pgp-Hemmern (wie Clarithromycin, Itraconazol, Posaconazol und Voriconazol) verabreicht werden.
Ausgewählte Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln sind in der Tabelle 1 dargestellt. Tabelle 1 gibt das Verhältnis der geometrischen Mittelwerte ( "geometric mean ratio" (GMR)) der pharmakokinetischen Grössen bei Einnahme mit/ohne Begleitmedikation mit 90% Konfidenzintervallen (KI) an. Die Empfehlungen basieren auf Interaktionsstudien oder auf Interaktionsvorhersagen aufgrund der erwarteten Grössenordnung der Interaktion und/oder des Potenzials von schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen oder eines Wirksamkeitsverlusts.
Tabelle 1: Interaktionen mit anderen Arzneimitteln

Wirkstoff nach        Auswirkungen auf die Arzneimittelko  Empfehlung zur gleichzeitigen Anwendung
therapeutischem       nzentration GMR (90% Kl)             
Gebiet (Dosierungssc  (Möglicher Interaktionsmechanismus)  
hema)                                                      
Antivirale Wirkstoff
e gegen HIV-1
Entry-Inhibitoren:    Temsavir Cmax 1.13 (0.962, 1.32)     Für keinen der Arzneistoffe ist eine
Maraviroc (MVC)       AUC 1.10 (0.993, 1.23)Cτ 0.901       Dosisanpassung erforderlich.
(300 mg 2x täglich)   (0.691, 1.17)                        
                      MVC AUC 1.25 (1.08, 1.44)            
                      Cmax 1.01 (0.844, 1.20) Cτ 1.37      
                      (1.26, 1.48)                         
Integrase-Inhibitor:  Temsavir ↔* RAL ↔*                   Für keinen der Arzneistoffe ist eine
 Raltegravir (RAL)                                         Dosisanpassung erforderlich.
(400 mg 2x täglich)                                        
Nicht-nukleosidische  Temsavir ↓                           
r Reverse-Transkript                                       
ase-Hemmer:                                                
Efavirenz (EFV)       Diese Interaktion wurde nicht        Es ist zu erwarten, dass Efavirenz die
                      untersucht Erwartet: Abnahme der     Plasmakonzentrationen von Temsavir
                      Temsavir Exposition (Induktion von   senkt. Es wird keine Dosisanpassung
                      CYP3A Enzymen)                       empfohlen, aber die Notwendigkeit der
                                                           gleichzeitigen Anwendung sollte geprüft
                                                           werden (siehe weitere Interaktionen/Mitte
                                                           lstarke Induktoren von CYP3A4)
Nicht-nukleosidische  Temsavir AUC 0.502 (0.442, 0.571)    Etravirin senkte die Plasmakonzentratione
r Reverse-Transkript  Cmax 0.516 (0.454, 0.587) Cτ 0.483   n von Temsavir. Diese Reduktion ist
ase-Hemmer: Etraviri  (0.324, 0.720) (Induktion von        basierend auf limitierten Daten klinisch
n (ETR) ohne geboost  CYP3A Enzymen)                       nicht relevant. Es wird keine
ete Protease-Hemmer                                        Dosisanpassung empfohlen.
(200 mg 2x täglich)                                        
                      ETR AUC 1.11 (1.05, 1.17) Cmax       
                      1.11 (1.04, 1.19) Cτ 1.14 (1.08,     
                      1.21)                                
Nicht-nukleosidische  Temsavir ↓ Diese Interaktion wurde   Es ist zu erwarten, dass Nevirapin die
r Reverse-Transkript  nicht untersucht Erwartet: Abnahme   Plasmakonzentrationen von Temsavir
ase-Hemmer: Nevirapi  der Temsavir Exposition (Induktion   senkt. Es wird keine Dosisanpassung
n (NVP)               von CYP3A Enzymen)                   empfohlen, aber die Notwendigkeit der
                                                           gleichzeitigen Anwendung sollte geprüft
                                                           werden (siehe weitere Interaktionen/Mitte
                                                           lstarke Induktoren von CYP3A4).
Nukleosidischer       Temsavir AUC 1.00 (0.910, 1.11)      Für keinen der Arzneistoffe ist eine
Reverse-Transkriptas  Cmax 0.986 (0.861, 1.13) Cτ 1.13     Dosisanpassung erforderlich.
e-Hemmer: Tenofovir   (0.773, 1.66)                        
(TDF) (300 mg 1x                                           
täglich)                                                   
                      TDF AUC 1.19 (1.12, 1.25) Cmax       
                      1.18 (1.12, 1.25) Cτ 1.28 (1.20,     
                      1.38) (Hemmung von P-gp und/oder     
                      BCRP)                                
Nukleosidischer       TAF ↑                                Im Hinblick auf Dosisanpassungen,
Reverse-Transkriptas                                       beachten Sie die vollständigen
e-Hemmer:                                                  Verschreibungsinformationen für
                                                           Arzneimittel mit TAF bei gleichzeitiger
                                                           Verabreichung.
Tenofoviralafenamid   Diese Interaktion wurde nicht        
(TAF)                 untersucht                           
                      Erwartet: Temsavir dürfte die        
                      Plasmakonzentrationen von            
                      Tenofoviralafenamid erhöhen          
                      (Hemmung von OATP1B1/3 und/oder      
                      BCRP)                                
Pharmakokinetischer   Temsavir AUC 1.93 (1.75, 2.12)       Eine Dosisanpassung ist nicht
Verstärker (Booster)  Cmax 1.71 (1.54, 1.90) Cτ 2.36       erforderlich.
: Cobicistat (COBI)   (2.03, 2.75) (Hemmung von CYP3A      
(150 mg 1x täglich)   Enzymen, P-gp und/oder BCRP)         
Pharmakokinetischer   Temsavir AUC 1.45 (1.29, 1.61)       Für keinen der Arzneistoffe ist eine
Verstärker: Ritonavi  Cmax 1.53 (1.31, 1.79) Cτ 1.44       Dosisanpassung erforderlich.
r (100 mg 1x täglich  (1.00, 2.08) (Hemmung von CYP3A      
)                     Enzymen und P-gp) RTV ↔              
Protease-Hemmer:      Temsavir AUC 1.54 (1.44, 1.65)       Für keinen der Arzneistoffe ist eine
Atazanavir (ATV)/Rit  Cmax 1.68 (1.58, 1.79) Cτ 1.57       Dosisanpassung erforderlich.
onavir (RTV) (300     (1.28, 1.91) (Hemmung von CYP3A      
mg/100 mg 1x täglich  Enzymen und P-gp) ATV AUC 1.09       
)                     (1.03, 1.15) Cmax 1.03 (0.963,       
                      1.10) Cτ 1.19 (1.10, 1.30) RTV AUC   
                      1.07 (1.03, 1.10) Cmax 1.02          
                      (0.957, 1.09) Cτ 1.22 (1.12, 1.32)   
Protease-Hemmer:      Temsavir AUC 1.97 (1.78, 2.18)       Eine Dosisanpassung ist nicht
Darunavir (DRV)/Cobi  Cmax 1.79 (1.62, 1.98) Cτ 2.24       erforderlich.
cistat (800 mg/150    (1.75, 2.88) (Hemmung von CYP3A      
mg 1x täglich)        Enzymen, P-gp und/oder BCRP)         
Protease-Hemmer:      Temsavir AUC 1.63 (1.42, 1.88)       Bei gleichzeitiger Verabreichung ist für
Darunavir (DRV)/Rito  Cmax 1.52 (1.28, 1.82) Cτ 1.88       keinen der Arzneistoffe eine
navir (600 mg/100     (1.09, 3.22) (Hemmung von CYP3A      Dosisanpassung erforderlich.
mg 2x täglich)        Enzymen und P-gp) DRV AUC 0.944      
                      (0.894, 0.996) Cmax 0.983 (0.931,    
                      1.04)Cτ 0.948 (0.865, 1.04) RTV      
                      AUC 1.15 (0.992, 1.33) Cmax 0.995    
                      (0.856, 1.16) Cτ 1.19 (1.06, 1.35)   
Protease-Hemmer:      Temsavir AUC 1.34 (1.17, 1.53)       Bei gleichzeitiger Verabreichung ist für
Darunavir (DRV)/Rito  Cmax 1.53 (1.32, 1.77) Cτ 1.33       keinen der Arzneistoffe eine
navir + Etravirin     (0.980, 1.81) Darunavir AUC 0.938    Dosisanpassung erforderlich.
(600 mg/100 mg/200    (0.888, 0.991)Cmax 0.954 (0.903,     
mg 2x täglich)        1.01) Cτ 0.881 (0.769, 1.01)         
                      Ritonavir AUC 1.09 (0.979, 1.22)     
                      Cmax 1.14 (0.960, 1.35) Cτ 1.07      
                      (0.972, 1.17) Etravirin AUC 1.28     
                      (1.20, 1.36) Cmax 1.18 (1.10,        
                      1.27) Cτ 1.28 (1.18, 1.39)           
Sonstige Wirkstoffe
Androgen Rezeptor     Temsavir ↓ Nicht untersucht          Die gleichzeitige Anwendung von
Inhibitor Enzalutami  Erwartet: Signifikante Abnahme der   Fostemsavir ist kontraindiziert
d                     Temsavir Exposition verursacht       
                      durch starke CYP3A Induktion         
                      (Induktion von CYP3A Enzymen)        
Antikonvulsiva:       Temsavir ↓ Nicht untersucht          Die gleichzeitige Anwendung von
Carbamazepin Phenyto  Erwartet: Signifikante Abnahme der   Fostemsavir ist kontraindiziert
in                    Temsavir Exposition verursacht       
                      durch starke CYP3A Induktion         
                      (Induktion von CYP3A Enzymen)        
Antineoplastische     Temsavir ↓ Nicht untersucht          Die gleichzeitige Anwendung von
Mittel: Mitotan       Erwartet: Signifikante Abnahme der   Fostemsavir ist kontraindiziert
                      Temsavir Exposition verursacht       
                      durch starke CYP3A Induktion         
                      (Induktion von CYP3A Enzymen)        
Buprenorphin/Naloxon  Buprenorphin AUC 1.30 (1.17, 1.45)   Eine Dosisanpassung ist nicht
 (8/2 bis 24/6 mg     Cmax 1.24 (1.06, 1.46)               erforderlich.
1x täglich)                                                
                      Norbuprenorphin AUC 1.39 (1.16,      
                      1.67) Cmax 1.24 (1.03, 1.51)         
Methadon (40 – 120    Methadon R-Methadon AUC 1.13         Eine Dosisanpassung ist nicht
mg 1x täglich)        (1.07, 1.19) Cmax 1.15 (1.11, 1.20)  erforderlich.
                      S-Methadon AUC 1.15 (1.09, 1.21)     
                      Cmax 1.15 (1.10, 1.19)               
H2-Rezeptor-Antagoni  Temsavir AUC 1.04 (0.867, 1.25)      Bei einer Kombination mit Arzneistoffen,
sten: Famotidin (40   Cmax 1.01 (0.845, 1.21) Cτ 0.903     die den pH-Wert des Magens erhöhen, ist
mg Einzeldosis, 2 h   (0.636, 1.28)                        keine Dosisanpassung erforderlich.
vor Fostemsavir                                            
verabreicht)                                               
Orale Kontrazeptiva:  EE AUC 1.40 (1.29, 1.51) Cmax 1.39   Für Hormontherapien, die Ethinylestradiol
 Ethinylestradiol     (1.28, 1.51) (Hemmung von CYP         (EE) enthalten, sollte die tägliche
(EE) (30 µg 1x        Enzymen und/oder BCRP)               Gesamtdosis von Ethinylestradiol 30 µg
täglich)                                                   nicht übersteigen. Vorsicht ist
                                                           besonders bei Patienten geboten mit
                                                           zusätzlichen Risikofaktoren für
                                                           thromboembolische Ereignisse (siehe
                                                           Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen).
Norethindronacetat    NE AUC 1.08 (1.03, 1.14) Cmax 1.08   Eine Dosisanpassung für NE ist nicht
(NE) (1.5 mg 1x       (1.01, 1.16)                         erforderlich.
täglich)                                                   
Rifabutin (300 mg     Temsavir AUC 0.698 (0.642, 0.760)    Rifabutin senkte die Plasmakonzentratione
1x täglich)           Cmax 0.732 (0.647, 0.829) Cτ 0.594   n von Temsavir. Es wird keine
                      (0.461, 0.766) (Induktion von        Dosisanpassung empfohlen, aber die
                      CYP3A Enzymen)                       Notwendigkeit der gleichzeitigen
                                                           Anwendung sollte geprüft werden (siehe
                                                           weitere Interaktionen/Mittelstarke
                                                           Induktoren von CYP3A4).
Rifabutin + Ritonavi  TemsavirAUC 1.66 (1.52, 1.81) Cmax   Ritonavir erhöhte bei gleichzeitiger
r (150 mg/100 mg 1x   1.50 (1.38, 1.64) Cτ 2.58 (1.95,     Verabreichung mit Rifabutin die
täglich)              3.42)                                Plasmakonzentrationen von Temsavir. Eine
                                                           Dosisanpassung ist nicht erforderlich.
Rifampicin (600 mg    Temsavir AUC 0.181 (0.163, 0.200)    Die gleichzeitige Verabreichung von
1x täglich)           Cmax 0.241 (0.208, 0.279)            Fostemsavir und Rifampicin ist
                      (Induktion von CYP3A Enzymen)        kontraindiziert.
HMG-CoA-Reduktase     Rosuvastatin AUC 1.69 (1.44, 1.99)   Verabreichung der niedrigstmöglichen
Hemmer: Rosuvastatin  Cmax 1.78 (1.52, 2.09) (OATP1B1/3-   Anfangsdosis von Rosuvastatin bei
 (10 mg Einzeldosis)  und/oder BCRP-Hemmung durch          sorgfältiger Überwachung auf Statin
 Atorvastatin         Temsavir)                            assoziierte unerwünschte Wirkungen.
Pitavastatin Fluvast                                       Obwohl dies nicht untersucht wurde, ist
atin Simvastatin                                           die niedrigst-mögliche Anfangsdosis von
                                                           anderen Statinen zu verabreichen, die
                                                           Substrate von OATP1B1/3 und/oder BCRP
                                                           darstellen. Dabei sind die mit
                                                           HMG-CoA-Reduktase-Hemmern verbundenen
                                                           unerwünschten Ereignisse sorgfältig zu
                                                           überwachen.
Pravastatin           Pravastatin ↔                        Obwohl dies nicht untersucht wurde, wird
                                                           nicht mit klinisch relevanten Erhöhungen
                                                           der Plasmakonzentrationen von
                                                           Pravastatin gerechnet, da es kein
                                                           Substrat von BCRP ist. Eine
                                                           Dosisanpassung dürfte nicht erforderlich
                                                           sein.
Direkt wirkende       Grazoprevir ↑ Nicht untersucht.      Die gleichzeitige Verabreichung von
antivirale Mittel     Erwartet: Temsavir könnte die        Fostemsavir mit Elbasvir/Grazoprevir
gegen das Hepatitis-  Plasmakonzentrationen von            wird nicht empfohlen, da erhöhte
C-Virus (HCV DAAs):   Grazoprevir auf ein klinisch         Konzentrationen von Grazoprevir das
Elbasvir/Grazoprevir  relevantes Ausmass erhöhen, was      Risiko für ALT-Anstiege erhöhen.
                      auf die Hemmung von OATP1B1/3        
                      durch Temsavir zurückzuführen ist.   
Sofosbuvir Ledipasvi  HCV DAA ↑ Nicht untersucht.          Eine Dosisanpassung ist nicht
r Velpatasvir         Temsavir könnte die Plasmakonzentra  erforderlich.
Voxilaprevir Ombitas  tionen anderer HCV DAAs erhöhen.     
vir Paritaprevir                                           
Dasabuvir Glecaprevi                                       
r Pibrentasvir                                             
Daclatasvir                                                

 
Abkürzungen: ↑ = Anstieg; ↓ = Abnahme; ↔ = keine signifikante Änderung; AUC = Fläche unter der Plasmakonzentration-Zeit-Kurve; Cmax= höchste gemessene Konzentration, Cτ = Konzentration am Ende des Dosisintervalls.
* = durch studienübergreifende Vergleiche mit historischen pharmakokinetischen Daten.

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